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Windenergie: Transformatoren in Turm, Gondel und auf der Plattform

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Ein Transformator in einer Windenergieanlage steht an einem der unzugänglichsten Orte, die die Energietechnik kennt: im Turmfuß, in der Gondel oder auf einer Plattform mehrere Dutzend Kilometer vor der Küste. Reparaturen sind aufwendig, ein Brand ist praktisch nicht zu bekämpfen. Entsprechend hoch ist der Stellenwert der Isolierflüssigkeit.

Onshore: Brandschutz und mechanische Beanspruchung

Der Brennpunkt von Mineralöl liegt bei rund 170 °C, der von Shell MIDEL 7131 oberhalb von 300 °C. Dieser Unterschied kann den Aufwand für ergänzende Brandschutzmaßnahmen deutlich verringern – ein wirtschaftlich relevanter Punkt, wenn eine Anlage nahe an Bebauung, Wald oder Verkehrswegen steht.

Gegenüber Trockentransformatoren spielt die estergefüllte Bauform ihre Stärken bei der mechanischen Belastung aus. Schwingungen und Oberschwingungen setzen Gießharzausführungen zu, dazu kommen Empfindlichkeiten gegenüber Feuchte, Mikrorissen, Temperaturwechseln, Lastschwankungen und Verschmutzung. Und eine Trockenbauform lässt sich nicht so kompakt ausführen wie eine flüssigkeitsgefüllte – dort, wo der Turmquerschnitt den Platz vorgibt, ist das ein hartes Kriterium.

Offshore: Zuverlässigkeit vor allem

Auf See kommen korrosive Atmosphäre und schlechte Erreichbarkeit hinzu. Jede ungeplante Instandsetzung ist teuer, weil Schiff, Wetterfenster und Personal koordiniert werden müssen. Gefragt ist deshalb eine robuste, oxidationsstabile Flüssigkeit. Shell MIDEL 7131 ist in diesem Umfeld die am häufigsten eingesetzte Isolierflüssigkeit.

Umspannplattformen

Umspannplattformen bilden das Bindeglied zwischen Windpark und Netz. Je weiter die Parks vor die Küste rücken, desto größer werden die eigens errichteten Plattformen – und desto schwerer wiegen Brandschutz und Instandhaltungskosten. Ein Transformatorbrand auf See ist kaum zu löschen und kann zur Abschaltung des gesamten Parks führen. Mit Shell MIDEL 7131 statt Mineralöl ließen sich in ausgeführten Projekten deutlich kleinere Plattformen auslegen, ohne aufwendige Löschanlagen vorzusehen. Die Leistungsfähigkeit der Flüssigkeit ist dabei ebenso entscheidend wie ihr Brandverhalten.

Eigenschaften im Überblick

  • Brandklasse K mit einem Brennpunkt über 300 °C nach IEC 61039; kein bekannter Brandschadenfall
  • geeignet für die Aufstellung innerhalb der Anlage; von FM Global zugelassen und UL-gelistet
  • robust und oxidationsstabil, dadurch geringer Instandhaltungsbedarf
  • hochtemperaturfähig und damit Grundlage kompakter Bauformen
  • höhere Feuchtetoleranz als Mineralöl, Silikonflüssigkeit und natürliche Ester
  • niedrigere Leerlaufverluste als Gießharz – spürbar in schwachwindigen Zeiten
  • leicht biologisch abbaubar nach OECD 301, vollständig biologisch abbaubar nach IEC 61039, nicht toxisch, RoHS-konform

Bezug zur deutschen Praxis

Für Anlagen in der Nord- und Ostsee ist das Umweltverhalten der Isolierflüssigkeit nicht nur ein Imagethema, sondern Gegenstand der Genehmigung. An Land rückt es überall dort in den Vordergrund, wo Anlagen in Wasserschutzgebieten oder in der Nähe von Oberflächengewässern stehen und die AwSV greift. Weitere Hintergründe finden Sie unter Erneuerbare Energien, Meeres- und Wasserbereich sowie Umweltschutz.

Sie planen einen Windpark, ein Repowering oder den Austausch bestehender Einheiten? Sprechen Sie uns an – wir unterstützen bei Auslegung, Verträglichkeitsprüfung und Beschaffung.

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