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Sägewerk in Saskatchewan: Transformatoren im Sägestaub

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Es gibt Betriebsstätten, in denen sich über die Brandlast nicht diskutieren lässt, weil sie überall liegt. Ein Sägewerk in der kanadischen Provinz Saskatchewan – das größte Sägewerk des Landes in der Hand einer First Nation – ist ein solcher Fall. Der Betrieb verarbeitet Fichte, Kiefer und Tanne zu Bauholz für Kanada, die USA und den Export.

Der Standort

Zum Werk gehören drei Einschnittlinien, ein Rundholzplatz und vier Trockenkammern. Die Jahresleistung liegt bei mehr als 140 Millionen Board Feet. Der Betreiber bewirtschaftet 1,8 Millionen Hektar borealen Wald nach Nachhaltigkeitskriterien – Umweltschutz ist hier Teil des Geschäftsmodells, nicht nur eine Vorgabe von außen.

Zwei Probleme auf einmal

Der Versicherer machte die weitere Deckung davon abhängig, dass der Betrieb in seiner Transformatorstation Maßnahmen gegen Brand und Druckwirkung ergreift. Erschwerend kamen die örtlichen Verhältnisse hinzu:

  • In der Station und im gesamten Betriebsbereich liegt der trockene Sägestaub 15 bis 30 Zentimeter hoch.
  • Bauliche Trennungen – Brandwand oder Splitterschutz – waren nicht vorhanden.
  • Anstehende Maßnahmen betrafen zwei Anlagen zugleich: ein Transformator war neu zu beschaffen, ein vorhandener sollte weiterbetrieben werden. Beide mit 72 kV.

Ohne bauliche Abtrennung bleibt die Flüssigkeit selbst die einzige Stellschraube, an der sich das Brandrisiko wirksam verringern lässt. Der Betrieb entschied sich im Zuge einer Modernisierung für Shell MIDEL eN 1204, einen natürlichen Ester auf Rapsbasis, und beauftragte einen Shell MIDEL Service Partner mit dem Retrofilling der Bestandsanlage.

Was die Flüssigkeit beiträgt

Als Flüssigkeit der Brandklasse K nach IEC 61100 erreicht Shell MIDEL eN 1204 einen Brandpunkt von über 300 °C; Mineralöl liegt bei 170 °C. Das senkt nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Brandes, sondern reduziert auch den Bedarf an zusätzlicher Brandschutztechnik. Der Pourpoint von −31 °C war an diesem Standort keine Nebensache, sondern Bedingung: Saskatchewan hat lange und harte Winter. Dazu kommt die leichte biologische Abbaubarkeit – für einen Betrieb, der mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung wirbt, ein Argument, das nach außen trägt. Die Umstellung war in drei Arbeitstagen abgeschlossen.

Neuanlage und Bestand in einem Zug

Bemerkenswert ist, dass beide Anlagen dieselbe Füllung bekamen – der neue Transformator ab Werk, der vorhandene durch Retrofilling. Das ist der praktikable Weg, wenn ein Standort schrittweise umgestellt wird: Er hält die Ersatzteil- und Flüssigkeitshaltung einfach, vermeidet Verwechslungen bei Nachfüllungen und sorgt dafür, dass für die gesamte Station dieselbe brandschutztechnische Bewertung gilt.

Dieselbe Frage in deutschen Betrieben

Holz be- und verarbeitende Betriebe, Futtermittelwerke, Mühlen, Recyclinganlagen: überall dort liegt Staub, und überall dort steht ein Transformator. Wenn die Station im Bestand nicht ohne Weiteres baulich abgetrennt werden kann, ist der Flüssigkeitstausch der kürzeste Weg zu einer belastbaren Risikobewertung – auch gegenüber dem Versicherer, wie es andere Industriestandorte bereits vorgemacht haben.

Sprechen Sie mit uns über Ihre Anlagen in staubbelasteter Umgebung. Wir klären, ob Shell MIDEL eN 1204 passt, und stimmen die Maßnahme auf Ihre Produktion ab – hier entlang.

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